Qualifikation
Systemische Therapie (SG)
Heilpraktikerin begrenzt auf das Gebiet der Psychotherapie
Mag. phil. (Ethnologie und Romanistik) Fortbildungen
Verschiedene Traumatherapeutische Fortbildungen (Traumasensible Paartherapie; Imaginative Traumatherapie; Körperorientierte Traumatherapie; Traumatherapie mit Geflüchteten;…)
Paartherapeutische Fortbildungen mit Fokus auf Emotionsfokussiertes Arbeiten bei Dr. Ghazaleh Bailey
UNICEF Training of Trainers National initiative to protect persons living in refugee centers
Train the Trainer*in Antidiskriminierungsarbeit bei ManuEla Ritz

Arbeitserfahrung

Bereits seit 2018 bin ich beratend in der Antigewaltarbeit tätig. Seit 2020 arbeite ich als Systemische Therapeutin bei XENION e.V., Psychosoziales Zentrum für politisch Verfolgte und Folteropfer in Berlin. Ich arbeite dort mit Einzelpersonen und Paaren. Die meisten meiner Klient*innen haben Gewalt als Frauen oder aufgrund ihrer Trans*identität oder ihrer Sexuellen Orientierung erlebt.

Meine Haltung

Ich bin queer. Ich bin weiß und setze mich viel mit Rassismus und meiner Verstricktheit damit als weiße Person auseinander. Durch den jüdischen und politisch Verfolgten teil meiner Familiengeschichte ist mir der Kampf gegen Antisemitismus und die Solidarität mit Menschen auf der Flucht besonders wichtig.

Ich bin auch Mutter eines Kindes, was mir in vielerlei Hinsicht neue Fragen und Erkenntnisse auch für meine Arbeit gebracht hat.

Mir ist daher klar, wie wichtig therapeutische Räume sind, in denen sensibel und mit realem Erfahrungswissen – statt mit Vorurteilen – auf queere und andere marginalisierte Lebensrealitäten eingegangen wird. Wie wichtig auch therapeutische Räume sind, in denen psychische Belastung und Trauma nicht einfach als individuelles Problem gesehen wird sondern in den gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt wird.

Diskriminierungssensibilität ist für mich ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit – ebenso wie ein traumasensibler Ansatz. Ich begleite schwerpunktmäßig Menschen, die mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen und deren Auswirkungen leben. Dabei greife ich auf eine Vielzahl unterschiedlicher therapeutischer Ansätze zurück, die ich mir durch Ausbildung, Weiterbildung, Super- und Intervision sowie andere Formen des  kollegialen Austauschs und Lektüre angeeignet habe und laufend weiter aneigne.

Dabei ist mir wichtig:

  • Erfahrungen von Ausgrenzung, Scham oder Unsichtbarkeit ernst zu nehmen
  • Menschen nicht zu pathologisieren
  • sondern Menschen zu verstehen, wie sie geworden sind, wer sie sind und was sie brauchen, um sich in ihrem Leben (wieder) stimmiger zu fühlen.

Mich bewegt, wie viel Kraft entsteht, wenn Menschen sich wirklich gesehen fühlen:
ohne Bewertung, ohne Etiketten.

Meine Praxis soll ein möglichst sicherer Ort sein – respektvoll, transparent und zugewandt.